Von Re-Use zu Recycling: Kreislaufwirtschaft in Europa

„Kreislaufwirtschaft betrifft uns alle“

Am 20. September 2018 fand der internationale Kongress „Bringing the Action Plan to life: Toward a fact based circular economy“  zum Thema Kreislaufwirtschaft im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft statt. Neben SECONTRADE waren rund 400 Experten aus 40 verschiedenen Ländern, mitunter Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger, vertreten und diskutierten den EU Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft in Europa.

Abfall in Österreich

Aktuell werden von den rund 4,3 Millionen Tonnen Abfall, die in österreichischen Haushalten jedes Jahr entstehen, insgesamt circa 90 Prozent wiederverwendet, wodurch Österreich zu den Pionieren im internationalen, abfallwirtschaftlichen Vergleich zählt. Aufgrund der akkuraten Mülltrennung können z.B. Altpapier und -kartonagen fast zur Gänze in neue Papierprodukte verwandelt werden. Eines der wichtigsten recycelbaren Güter ist Aluminium: Das wiedereinschmelzen benötigt nur 5% des Energiebedarfs der Gewinnung von neuem Aluminium.

Von Re-Use zu Recycling

Kreislaufwirtschaft bedeutet, Produkte so zu gestalten, dass sie langlebiger sind, gegebenenfalls leichter repariert werden können und am Ende des Zyklus besser Recycelt werden können. Dadurch können wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen werden – sogenannte Sekundär-Rohstoffe.
„Längere Lebenszyklen machen nicht nur aus ökologischer und ökonomischer Sicht Sinn: Auch die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren von langlebigen und innovativen Produkten“, erklärt Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.
Mit SECONTRADE existiert eine Plattform, die europaweit Anbieter und Nachfrager von Sekundär-Rohstoffen verbindet, ihnen bei der Vernetzung hilft und dadurch den Einsatz von recycelten Materialien fördert.

Mag. Brigitte Reich (links) und Mag. Marion Mitsch (rechts) beim Kongress zur Kreislaufwirtschaft