Nicht-Eisenmetalle
Wiederverwertung wertvoller Nichteisen-Metalle
Per Definition finden sich hier alle Metall-Legierungen mit einem Reineisenanteil von weniger als 50% sowie alle Metalle außer Eisen. Mit Kupfer, Aluminium, Zink, Bronze, Messing, Blei, Zinn sowie Gold, Silber oder Platin fallen alle Buntmetalle, Weißmetalle oder Edelmetalle in diese Gruppe. Der Materialwert ist in der Regel verhältnismäßig hoch, die natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Die Wiederverwertung ist aus ökologischer wie ökonomischer Sicht unverzichtbar.
Extraktion der Nichteisen-Metalle
Aluminium, Gold, Silber, Platin und Kupfer sind wichtige Bestandteile unserer Haushaltselektronik. Nach der Nutzung können viele dieser Materialien weiterverarbeitet und erneut eingesetzt werden. Elektronikschrott aus Haushaltskleingeräten wird sensorgestützt sortiert und für die weitere Verwertung vorbereitet. SECONTRADE bietet Zugang zu Nichteisenmetallen und weiteren Sekundär-Rohstoffen.
Rohstofflieferant Kabel
Kabel sind heute so gut wie überall zu finden. Sie stammen aus Elektrogeräten, Gebäuden oder Fahrzeugen aller Art. In einem Auto sind heute rund 2 km Kabel verbaut, Tendenz weiter steigend. Kabelrecycling sorgt dafür, dass Sekundär-Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium und PVC-Anteile im Wertstoffkreislauf erhalten bleiben. Die Rückführung von Strom- und Datenkabel sichert PVC, Aluminium und besonders Kupfer, das abhängig von der Kabelart einen sehr großen Materialanteil hat.
Vielseitiges Aluminium
Nach Stahl ist Aluminium einer der wichtigsten metallischen Werkstoffe und so gut wie überall zu finden. Seine herausragenden Materialeigenschaften in Bezug auf Flexibilität, Rostbeständigkeit, Leitfähigkeit und Gewicht machen es unverzichtbar. Die Festigkeit von Aluminiumlegierungen bei verhältnismäßig geringem Gewicht machen sie für uns so wertvoll. Der Bau von Verkehrsmitteln wie Fahrzeugen, Schiffen, Flugzeugen und Schienenfahrzeugen stellt mit rund 47% den größten Verwendungsbereich dar. (Quelle: Aluminium Deutschland e. V.) Darüber hinaus werden Bauteile, leichte Kabel, aber auch Alufolie, Kaffeekapseln, Dosen und vieles mehr aus dem Werkstoff hergestellt.
Recycling von Aluminium
Die Herstellung von Aluminium aus Recyclingmaterial benötigt laut Branchenangaben bis zu 95 % weniger Energie als die Primärproduktion. (Quelle: www.alu.ch). Europa exportiert rund 515.000 t Aluminium Abfälle (Quelle: European Aluminium). In der Aluminiumproduktion werden sogar 80 % der Vormaterialien durch Alu-Schrott (2019: 366.300 t) bei 95 % Energieeinsparung gegenüber Primärmaterial ersetzt. Aluminium kann mehrfach recycelt und für neue Anwendungen verwendet werden, so sind in etwa 75 % des jemals gewonnenen Aluminiums nach wie vor in Verwendung.
Quelle: Bundes Abfallwirschaftsplan 2022 S.405Kupfer ist unverzichtbar
Das Buntmetall ist eines der wichtigsten Rohstoffe unserer Zeit. Kupfer besitzt – nach dem wesentlich teureren Silber – die zweithöchste elektrische Leitfähigkeit. Zusätzlich ist Kupfer auch ein optimaler Wärmeleiter. Dank seiner Eigenschaften ist so gut wie überall zu finden.
Ohne Kupfer keine Zukunft
Kupfer wird vom Menschen zwar schon seit 10.000 Jahren verwendet, moderne Anwendungen sind ohne das Metall dennoch undenkbar. Kupfer treibt die Energiewende voran: Eine Windkraftanlage braucht bis zu 8 t Kupfer. Für ein Elektroauto werden rd. 100 Kilo Kupfer benötigt, doppelt so viel wie für einen PKW mit Verbrennungsmotor Mit der voranschreitenden E-Mobilität wird der Bedarf weiter steigen.
Wiederverwendungsrate Kupfer: ca. 50%
In der Realität wird Kupfer fast vollständig wiederverwertet. Legt man eine durchschnittliche Nutzungsdauer für Kupfer auf 35 Jahre an,
steigt die Rate.
Reale Recyclingrate Kupfer: ca. 80 %.
Aufbereitung ohne Qualitätsverlust
Kupfer behält seinen Wert, ein geschlossener Kreislauf lohnt sich in diesem Fall besonders. Recyceltes Kupfer hat bei korrekter Aufbereitung dieselben Eigenschaften wie Primärkupfer. Schon heute erreicht Kupfer hohe Recyclingquoten.