Kunststoffe

Verpackung der Zeit

Kunststoffe werden heute so gut wie überall eingesetzt. Ihre kostengünstige Produktion und ihre universelle Formbarkeit sorgen dafür, dass sie sich an jeden Einsatzzweck optimal anpassen. Da sich Kunststoffe nicht biologisch abbauen lassen, ist Recycling entscheidend für Umweltschutz und Ressourcenschonung. Mit steigendem Rohölpreis wird die Wiederverwertung von Kunststoffen als Sekundär- Rohstoff beständig lukrativer.

Vom Joghurtbecher bis zur Wärmedämmung an Gebäuden, die Verarbeitung von Kunststoffen ist nahezu allumfassend. 2013 wurden in Deutschland ca. 11,76 Mio. t Kunststoffe verarbeitet, 2015 rund 12,06 Mio. t. (Quelle: Plasticseurope) (Quelle: Umweltbundesamt).

Kunststoffvielfalt

73,9 % der in Deutschland produzierten Kunststoffe entfielen auf diese fünf Thermoplaste:

Quelle: Umweltbundesamt

Anteil Kunststoffsorten an der Verarbeitungsmenge
Kunststoffe 2015

Quelle: Umweltbundesamt

Saubere Trennung für bessere Verwertung

In so gut wie jedem Geräte-Shredderprozess entsteht eine Mischung aus unterschiedlichen Teilen. Für die Weiterverarbeitung werden Eisen- und Nichteisenmetalle ausgeschieden und die Kunststoffteile nach Sorten getrennt. Für den Wiedereinsatz müssen die unterschiedlichen Kunststoffe so sortenrein wie möglich getrennt werden. Druck und Hitze verwandeln die Teilchen wieder in die gewünschten Kunststoffgranulate. Zusammen mit Neugranulat wird dies eingeschmolzen und in die entsprechende Form gepresst.

Hochwertige Verfahren der Kunststoff-Aufbereitung

Welches Verfahren für Verwertung, Recycling und Regranulierung eingesetzt werden kann, hängt stark vom Ausgangsstoff ab. Reinere Kunststoffe lassen sich in der Regel gut recyceln und sind gesuchte Sekundär-Rohstoffe. Vorbildlich funktioniert es bei der Kunststoff- Rückgewinnung bei den Elektroaltgeräten und in vielen anderen Bereichen. In Österreich werden jährlich rd. 20.000 t Kunststoffe aus Elektroaltgeräten rückgewonnen. Das Recylcing ist deutlich aufwändiger als in anderen Bereichen, weil in den Geräten viele unterschiedliche Kunststoffe kombiniert sind. Durch den Einsatz modernster Technologien kann rund 40 % für die Wiederverwertung gewonnen werden. Das sortenreine Material mit rd. 8.000 t entspricht ca. 1,6 Millionen Kunststoff-Gartensesseln (Quelle: Elektro Ade). Erstrebenswert sind dabei natürlich hochwertige, stoffliche Verwertungsverfahren wie das Bottle-to-Bottle-Recycling. PET-Flaschen werden nach der gezielten Farbsortierung gereinigt und zur Herstellung neuer PET-Flaschen eingesetzt.

Herkunft der wiedergewonnenen Kunststoffe

Quelle: Elektro Ade

Geschlossenes Kreislaufsystem für Kunststoff

Eine der größten Herausforderungen für die Zukunft ist unser Umgang mit Kunststoffen. Weltweit werden zwischen 22 und 43 % des Kunststoffmülls deponiert, weiters wandern zwischen 10 und 20 Mio. t in die Weltmeere, wie UNEP festhält. In diesem Bereich ist noch einiges möglich, um die Gesamtsituation zu verbessern. Lt. einer Studie von PlasticsEurope aus dem Jahr 2013 wurden in der gesamten EU lediglich 26,3 % der Kunststoffe recycelt (Quelle: World Resources Forum).

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